Informatives zum Thema Nieten

Nietverbindungen kommen in unterschiedlichen handwerklichen Anwendungsbereichen vor. Unterschieden wird der Umgang mit Nieten (ein plastisch verformbares, zylindrisches Verbindungselement) in Kalt- und Warmnietung. Erstere stellt eine formschlüssige Nietverbindung zwischen zwei Bauteilen her, die andere sorgt für einen zusätzlichen Kraftschluss beim Abkühlen des Niets durch Schrumpfen. Die herkömmlichen Nieten kommen in den meisten Fällen dann als Verbindungsteil zum Einsatz, wenn Blechteile gefügt werden sollen. Hergestellt werden diese Elemente aus verschiedenen Materialien, das können beispielsweise Stahl, Kupfer, Messing, Kunststoff oder Aluminiumlegierungen sein.
NietenBild von andersen_mrjh

Spricht man von der Anbringung einer Nietverbindung, dann ist oft ganz einfach vom Nieten die Rede. Damit die Verbindung auch geschlossen werden kann, muss sich an einem Ende der Niete ein vorgefertigter Setzkopf befinden, am anderen Ende muss ein Schließkopf mit Hilfe verschiedener Nietwerkzeuge gefertigt werden. Für das Anbringen der Niete muss das zu verbindende Bauteil mit einer Bohrung versehen werden. Diese benötigt einen etwas größeren Durchmesser als die Niete an sich, damit man diese durch das Bauteil hindurchschieben kann und es zusätzlich ein wenig darüber hinaussteht. Das Formen des Schließkopfs passiert dann genau an dieser Stelle und wird meist mit Hilfe eines Hammers in die Tat umgesetzt. Verbunden werden Setz- und Schließkopf übrigens durch den so genannten Nietschaft.
Warum benutzt man manchmal eigentlich Nieten für die Verbindung von Bauteilen und in anderen Fällen werden dafür Schrauben benutzt? Nieten haben Schrauben gegenüber einen ausschlaggebenden Vorteil: Man benötigt für ihre Befestigung kein Gewinde. Wenn man jedoch eine Verbindung herstellen möchte, die problemlos irgendwann wieder gelöst werden kann, dann sollte man anstelle von einer Nietverbindung in jedem Fall eine Schraubverbindung benutzen, denn die Zerstörung ist beim Lösen einer Nietverbindung definitiv mit inbegriffen. Andererseits eignen sich Nieten deshalb besser bei Verbindungen, die wirklich unter keinen Umständen wieder lösbar sein sollen, beispielsweise beim Flugzeugbau. Selbst die größte Belastung wird es nicht schaffen, die Nietverbindung kaputt zu kriegen.
Bei den konventionellen Nietverfahren unterscheidet man grob in Vollnieten, Blindnieten und Stanznieten. Erstere ist wohl die älteste Verbindungstechnik auf diesem Gebiet, denn sie geht bis auf die Bronzezeit zurück. Doch auch heute kann man sie in vielen Bereichen noch gut einsetzen, beispielsweise wenn für die Entstehung von Bauwerken Stahlkonstruktionen errichtet werden müssen. Die Blindniete zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass der Fügevorfang nur von einer Seite des Bauteils aus durchgeführt wird, meist handelt es sich dabei um die äußere Seite. Die Stanzniet hingegen kommt dann zum Einsatz, wenn das mittelbare und nicht lösbare Verbinden von Blechteilen gefragt ist. Stanznieten erfolgt entweder mit Vollniet oder mit Halbhohlniet. Als Sonderverfahren des Stanznietens bezeichnet man das so genannte Hydrostanzieten.
Wie bei den verschiedenen Nietverfahren auffällt, so handelt es sich bei dieser Verbindungstechnik um eine Angelegenheit, die zum Teil auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Dennoch wird die Nietverbindung in der heutigen Zeit in den unterschiedlichsten Bereichen oft und wirksam angewendet, weshalb es sich niemand, der im handwerklichen Bereich tätig ist, erlauben kann, sich damit nicht zumindest in der Theorie ein wenig auszukennen. Wer noch mehr über Nietverbindungen erfahren möchte, kann gerne auf der folgenden Seite etwas darüber nachlesen.

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